Steuerliche Aspekte für deutsche Anleger:innen: Kapitalerträge und Vorabpauschale

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Inhaltsverzeichnis

Welche Steuern fallen beim Verkauf von Aktien und ETFs an?
Was ist die Vorabpauschale (jährliche Steuer)?
Warum gibt es die Vorabpauschale?
Wie hoch ist die Vorabpauschale, die ich zahlen muss?
Wann muss ich die Vorabpauschale zahlen?
Was passiert, wenn du deine Anlagen verkaufst?
Welche Steuern fallen beim Verkauf von Aktien und ETFs an?

Hey bunqer:in 🌈,

als 🇩🇪deutsche:r Steuerpflichtige:r musst du auf alle Gewinne, die du beim Verkauf von Aktien oder ETFs erzielst, Steuern („Abgeltungsteuer“) zahlen.

Welche Steuern fallen beim Verkauf von Aktien und ETFs an?

Wenn du eine Aktie oder einen ETF mit Gewinn verkaufst, wird die Steuer wie folgt berechnet:

  • Kapitalertragsteuer (25 %): Wird auf deinen Gewinn angewendet.

  • Gewinnberechnung: Die Differenz zwischen deinem Kauf- und Verkaufspreis.

  • FIFO-Prinzip: Die zuerst gekauften Wertpapiere gelten als zuerst verkauft.

  • Verluste: Vergangene Verluste können deinen steuerpflichtigen Gewinn reduzieren (nur einmal).

  • Solidaritätszuschlag (5,5 %): Wird auf die 25 % Kapitalertragsteuer berechnet.

  • Kirchensteuer: 8–9 % (je nach Bundesland) kommen auf die 25 % Kapitalertragsteuer obendrauf.

Falls dies auf dich zutrifft, siehst du beim Verkauf ein blaues Banner. Der genaue Steuerbetrag wird in deinen Zahlungsdetails angezeigt, sobald der Verkauf abgeschlossen ist.

Was ist die Vorabpauschale (jährliche Steuer)?

Die Vorabpauschale ist eine jährliche Steuer auf Kapitalanlagen in Deutschland. Sie stellt sicher, dass Anleger:innen Steuern auf ihre erwarteten Erträge zahlen – auch wenn sie noch nichts verkauft oder ausgeschüttet erhalten haben.

💡 Stell sie dir wie eine kleine Vorauszahlung auf deine Gewinne vor, damit du nicht alles auf einmal zahlen musst, wenn du verkaufst.

Warum gibt es die Vorabpauschale?

Vor 2018 konnten Anleger:innen Steuern vermeiden, indem sie ihre Anlagen unbegrenzt hielten. Die Vorabpauschale sorgt dafür, dass Steuern regelmäßig erhoben werden – auch dann, wenn noch kein Gewinn durch Verkauf realisiert wurde.

Wie hoch ist die Vorabpauschale, die ich zahlen muss?

Die Höhe der Vorabpauschale hängt ab von:

  • Dem Wert deiner Anlage zu Jahresbeginn.

  • Dem staatlich festgelegten risikolosen Zinssatz (wird genutzt, um deine erwartete Rendite zu schätzen).

  • Deinem persönlichen Steuersatz.

Wann muss ich die Vorabpauschale zahlen?

Ginmon zieht die Steuer jedes Jahr automatisch von deinem Konto ein, sodass du nichts selbst berechnen oder manuell überweisen musst.

Was passiert, wenn du deine Anlagen verkaufst?

Wenn du verkaufst, wird der gesamte Gewinn wie oben beschrieben versteuert. Keine Sorge: Vorabpauschalen, die du bereits gezahlt hast, werden angerechnet – du wirst also nicht doppelt besteuert.

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